Official Trailer | Sin City: A Dame to Kill For

Es hat uns schon lange nicht mehr wirklich ins Kino gezogen. Seit “Nymphomaniac” hat mich persönlich kein Trailer und kein Plot mehr wirklich dazu überzeugen können, horrende Preise für einen Kinobesuch zu zahlen. Aber selbstverständlich werden wir es uns nicht nehmen lassen, den zweiten Teil von Sin City auf großer Leinwand anzusehen. Wie sieht’s bei Euch aus?

Fundstück | A music nerd’s wet dream

Nach einem ganz im Zeichen von Musik stehenden Wochenende mit den Kollegen von Stageload gibt es heute den Jackpot unter den musikalischen Datenbanken, ja, den Gästelistenplatz unter den für den Zeitvertreib konzipierten Musik-Websites. Vor kurzem ging es hier schon einmal um das Thema Musik. Dieser Blog-Post richtet sich ebenso wie damals nicht ausschließlich an “Musik-Nerds”, aber eine gewisse Obsession ist schon von Vorteil.

1. Eine Karte des uns bekannten Musik-Universums

Vor einigen Tagen kursierte in den sozialen Netzwerken eine Website namens “Every Noise At Once“, die im Wesentlichen eine grafische Darstellung so ziemlich aller Musikrichtungen des Universums ist. Sei es Contemporary Post-Bop, Sleaze Rock, Underground Skinhead Reggae Lo-Fi oder der eher unbekannte Stil Musique Concrete, alles ist vorhanden.

Die Anordnung der Genre ist natürlich nicht zufällig:

This is an ongoing attempt at an algorithmically-generated, readability-adjusted scatter-plot of the musical genre-space, based on data tracked and analyzed for 1261 genres by The Echo Nest. The calibration is fuzzy, but in general down is more organic, up is more mechanical and electric; left is denser and more atmospheric, right is spikier and bouncier.

Also kurz gesagt: Irgendwelche Algorithmen machen Dinge. Ist aber auch unwichtig, denn das wirklich Faszinierende ist, dass auf einen Klick zu jeder Musikrichtung ein kurzes Klangbeispiel abrufbar ist. Und bei einem weiteren Klick auf das >> erscheint eine untergeordnete weitere Karte, welche die wichtigsten Vertreter des Genre nach stilistischen Ausprägungen sortiert. Absolut crazy.

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Klar, dass man sich als Musikfan damit für eine ganze Weile beschäftigen kann. Doch, als ob das nicht schon genug geballtes Wissen wäre, haben die Entwickler noch weitere Überraschungen auf Lager. Ein Klick auf den Menüpunkt “List” bringt uns zu einer Liste aller 1246 Genre, bei der jeder einzelne Eintrag mit einer Spotify-Playlist verknüpft ist. Wer sich also in Norwegischen Gospel, Indonesischen Hip Hop oder was auch immer vertiefen möchte, this is your lucky day.

Natürlich war es das immer noch nicht.

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Diese Liste zeigt in einem Verlauf der Jahrzehnte von 1950 bis 2014, welche Stile wann aufkamen und wie viele Jahre sie besonders angesagt waren. Die 5000 populärsten Songs jedes Jahres wurden dazu als Rohdaten verarbeitet. Wieder algorithmisch, versteht sich. Nach der Liste war übrigens 2003 ein sehr musikalisches Jahr mit den meisten “aktiven” Musikrichtungen.

This is an algorithmically-generated retroactive history of popular music. It is calculated by taking the 5000 most durably popular songs from each year since 1950 (using The Echo Nest’s best guesses at both popularity and year), finding the genres to which their artists correspond (sometimes in hindsight), and then ranking those genres according to the fraction of that year’s artists they each represent. This process is neither wholly accurate nor wholly precise, but neither is music, yet they both often seem to work.

2. Das musikalische Stammbuch

All das ist ja schon schön und gut, aber wirklich beeindruckend ist erst das Projekt, auf welches ich bei weiterer Recherche gestoßen bin: Six Degrees Of Black Sabbath. Eine Web-App, mit der man die (musikalische) Verwandschaft bzw. Verbindung zweier Künstler nachverfolgen kann. Beispielhaft hier einmal die Verknüpfung zwischen Nat King Cole und Slayer (ja, es gibt eine direkte Verbindung!): 

noise8Und es funktioniert. Auch die anderen 9 Testläufe, die ich machte. Von David Bowie zu Helene Fischer, Kenny Rogers zur japanischen Rockband L’arc~En~Ciel oder Lady Gaga zu den Sex Pistols – es ist einfach unglaublich, was diese Seite kann. Sicher ist dieses Recherche-Tool nicht nur für Musikjournalisten interessant. Der Amerikaner Paul Lamere ist der Schöpfer dieses Projekts und Chef einer (…Überraschung!) auf die algorithmische Verarbeitung von digitalen Musik-Daten spezialisierten Organisation namens The Echo Nest, welche wiederum zu Spotify gehört. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, den Lamere bloggt neben seiner Tätigkeit bei unzähligen anderen ähnlichen Projekten und ist auf Konferenzen wie dem Music Hack Day Berlin unterwegs.

Also ich weiß nicht, was Ihr jetzt so macht, aber ich klicke mich jetzt erst einmal für ein paar Wochen ins Delirium. Und sehe dabei ungefähr so aus:

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Serientipp | Orange Is The New Black

Gegen die amerikanische Webserie “Orange Is The New Black” haben wir uns einige Zeit gewehrt. Im Vorfeld hatte ich mir einige Reviews angesehen und mir ein Bild dessen gemacht, was den Zuschauer erwarten würde und ich war trotz der vielfachen Schwärmereien definitiv nicht beeindruckt. Irgendwann haben wir uns dann aufgrund fehlenden aktuellen Serienstoffs (Sommerpause? Dreht einfach schneller?!) doch dafür entschieden und es nur teilweise bereut.

Wikipedia-Zusammenfassung: Piper Chapman stammt aus Connecticut und lebt in New York. Sie ist als Managerin tätig und mit Larry Bloom verlobt. Eines Tages allerdings wird sie wegen Geldwäsche, herstammend vom Drogenschmuggel, den sie vor zehn Jahren mit ihrer Jugendliebe Alex begangen hat, zu 15 Monaten Haft in einem Frauengefängnis verurteilt. In diesem Gefängnis sitzen Frauen aus den verschiedensten sozialen Schichten und Piper muss lernen, sich zurecht und ihren Platz zu finden.

Die Serie ist weder besonders spannend oder mitreißend, noch ist sie eine besonders harte Kost oder schwer zu verfolgen – Orange Is The New Black ist eine angenehme Beschäftigung für nebebei. Es macht Spaß, die einzelnen Charaktere zu verfolgen und über deren Slangs zu lachen. Bis auf Piper, die im Prinzip im Mittelpunkt der Serie steht, sind auch alle Charaktere recht angenehm und witzig. Geprägt von Straftaten und (vorwiegend) lesbischen Affären und Beziehungen innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern erzählt “Orange Is The New Black” eine Geschichte, die gleichzeitig weit weg und doch wahnsinnig realitätsnah wirkt. Die Geschichten der einzelnen und sehr unterschiedlichen Figuren werden nacheinander erzählt, wodurch das Geflecht der einzelnen Rollen ein wenig übersichtlicher wird, was mich übrigens ein wenig an “Lost” erinnert hat. Jede Rolle hat ihre eigene Geschichte und haucht der Serie dadurch phasenweise immer mal wieder etwas mehr Leben ein.

Übrigens sind auch einige mehr oder weniger bekannte Gesichter dabei und bei manchen musste man wirklich zwei Mal hinschauen, bis man sie erkennt hat. Mit von der Partie sind zum Beispiel: Laura Prepon (Die Wilden 70er), Jason Biggs (American Pie), Kate Mulgrew (Star Trek: Raumschiff Voyager), Taryn Manning (Sons of Anarchy) und Natasha Lyonne (American Pie). Das kleine “Staraufgebot” ist ein hübscher Nebeneffekt, durch den man der Serie ruhig bei akutem Bedarf nach neuem Serienstoff eine Chance geben kann.

Achso: ICH HASSE DIESEN THEMESONG! Tut Euch selbst einen Gefallen und überspringt ihn jedes verdammte Mal, sonst verfolgt er Euch im Schlaf, in der Uni, im Büro, in der Bahn…!

Orange Is The New Black

Gewinnspiel | Relaunch Realitaetsbewusst.de

Realitaetsbewusst.de leuchtet ab sofort in einem vollkommen neuen Glanz, denn wir hosten unseren kleinen Blog ab sofort selbst. Der Wechsel von WordPress.org zu WordPress.com hat neben dem Umzug auf einen eigenen Server vor allem eines mit sich gebracht: Verzweiflung. Einige Wochen voller schlafloser Nächte, Tränen voller Zorn und Resignation pur liegen hinter uns, aber letztendlich haben wir doch alles geschafft, was wir uns zur Aufgabe gemacht hatten.
Wir haben uns dazu den benötigten Webspace besorgt, die Domain umgemeldet und ein schlichtes und dennoch hübsches Layout ausgewählt. Die wichtigsten Plugins sind installiert, die meisten Einträge und Verlinkungen wurden erfolgreich bearbeitet und ab sofort gibt es im Menü neben den Haupt-Rubriken einige Unter-Kategorien. Was die Suchmaschinen-Optimierung angeht, so haben wir alle Einstellungen und Plugins unseren SEO-Kenntnissen entsprechend angepasst und hoffen, dass alles fortan reibungslos laufen wird.

Wir finden, dass dieser Schritt ein Grund zum Feiern ist und daher möchten wir nach langer Zeit mal wieder ein tolles Gewinnspiel starten. Einige unserer liebsten Partner unterstützen uns dabei und geben Euch die Chance, den ein oder anderen ganz tollen Preis gewinnen zu können. Wählt Euren persönlichen Wunschgewinn aus der folgenden Auswahl:

Banner_Gewinnspiel

  • Für Detailverliebte: The Kinfolk Table: Recipes for Small Gatherings von uns
  • Für Parfum-Liebhaber: 54€-Gutschein von MyParfum.de  (50ml-Parfum + Gratisversand)
  • Für Schenkwütige: 50€-Gutschein auf das gesamte Sortiment von Geschenkidee.de
  • Für Blumenkinder: buntes Bouquet der Woche von BloomyDays.de
  • Für Kaffeejunkies: TRY-Kaffee Probierset von TRYFOODS.de


Und so nehmt Ihr am Gewinnspiel teil:

  • Hinterlasst einen Kommentar mit Eurer Mailadresse + Eurem Wunschgewinn
  • Ein Zusatzlos erhaltet Ihr auf diesem Weg: Werdet Facebook-Fan unseres Blogs, Teilt den Gewinnspiel-Eintrag und kopiert den Link* ebenfalls ins Kommentarfeld
  • Das Gewinnspiel endet am 30. September um 20.00 Uhr, die Gewinner werden per Los-Verfahren ausgewählt und anschießend per Mail benachrichtigt. Viel Glück!

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal herzlich bei allen Partnern bedanken, die dieses umfangreiche Gewinnspiel möglich gemacht haben. Und natürlich möchten wir auch unseren Lesern mit dieser liebevollen Auswahl ein großes Dankeschön schenken. Wir hoffen, dass Ihr weiterhin ein Teil unseres virtuellen Lebens sein möchtet und schauen glücklich in eine kurzweilige Zukunft auf und mit diesem Blog.

* Wo finde ich den Facebook-Link des von Mir geteilten Beitrags? Wenn Ihr den Eintrag geteilt habt, seht Ihr ihn in Eurem Profil. Wenn Ihr nun auf die Zeitangabe des geteilten Inhalts klickt, erhaltet Ihr den Link, den Ihr für die Verlosung braucht.

Wedding Inspiration | Eheringe

Eheringe muss man unserer Meinung nach auf den ersten Blick erkennen. Ein schlichter goldener Ring am richtigen Finger platziert spricht Bände und schreit seine Bedeutung quasi in alle Welt heraus. Für uns war schnell klar, dass die Ringe schlicht sein, sich aber dennoch durch etwas Besonderes von den meisten anderen Eheringen abheben sollten. Die Ringe sind – natürlich neben der Hochzeitstorte – das wichtigste Accessoire und man sollte bei der Auswahl der richtigen Variante möglichst viel Zeit und Geduld investieren, denn hierbei handelt es sich immerhin um das wahrscheinlich wichtigste Schmuckstück im Leben von Braut und Bräutigam. Hier seht Ihr nun unsere liebsten Favoriten – würden sie Euch auch gefallen?

Goldene ausgefallene Eheringe
Goldene ausgefallene Eheringe

Quelle: Pinterest 01, 02, 03, 04, 05

Quotation | Cecelia Ahern

sea
» There was a magic about the sea. People were drawn to it. People wanted to love by it, swim in it, play in it, look at it. It was a living thing that as as unpredictable as a great stage actor: it could be calm and welcoming, opening its arms to embrace it’s audience one moment, but then could explode with its stormy tempers, flinging people around, wanting them out, attacking coastlines, breaking down islands. It had a playful side too, as it enjoyed the crowd, tossed the children about, knocked lilos over, tipped over windsurfers, occasionally gave sailors helping hands; all done with a secret little chuckle. «

Montenegro | Streuner

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Wovor ich am meisten Angst hatte vor unserer kleinen Reise in den Süden? Straßenkatzen! Oh Gott, ich hatte mir schon ausgemalt, dass wir hinterher sämtliche Koffer zurücklassen müssten, da das Auto voller Kätzchen sein würde. Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht, bis auf ein paar schlimme Exemplare in Kotor hielt sich die Menge an freilaufenden Kätzchen doch im Rahmen. Aber natürlich verliebte ich mich trotzdem in den kleinen Roger. Er lebte mit ein paar anderen schwarzen Streunern in der Nähe unseres Hotels und leistete jeden Tag den Anglern auf einem nahe gelegenen Steg Gesellschaft. Die langen Beinchen, das tiefe Schwarz, die Tapsigkeit und seine Anhänglichkeit waren einfach zu viel für mein kleines Katzenherz. Vielleicht hab ich das ein oder andere Tränchen verdrückt am Abreisetag, vielleicht hätte ich ihn einfach mitnehmen sollen, vielleicht muss ich Euch die beiden Photos einfach zeigen und halte jetzt den Mund.

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Montenegro | Ein paar abschließende Gedanken

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Nachdem wir nun wieder daheim im kühlen Norden und im Alltag angekommen sind, ist es Zeit ein Resumé des Montenegro-Trips zu ziehen. Das kleine Land mit den gerade einmal 625.000 Einwohnern ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn Ihr es gerne heiß und mediterran-trocken habt, gleichzeitig aber steile Klippen, fjord-ähnliche Buchten sowie hohe Berge mögt und nicht unbedingt Sandstrände zum Leben braucht. Es ist quasi ein wenig das Norwegen des Südens. Montenegro hat landschaftlich und kulturell einiges zu bieten und ist im Vergleich zu den Nachbarländern, vor allem zu Kroatien, noch nicht so von Touristen überlaufen.

Einkaufen ist selbst in den touristischen Zentren oft viel billiger als in Deutschland, ebenso Essen gehen oder der Kaffee für zwischendurch. Dennoch bleibt da natürlich ein bitterer Beigeschmack, denn die Menschen auf dem Land sind, wenn auch nicht wirklich arm, dann jedenfalls nach unseren Vorstellungen eher wenig vermögend. Andererseits gibt es gleichzeitig sehr viele wohlhabende oder reiche Individuen (oft russische Millionäre), die ihr Geld in Montenegro parken oder es dort in Luxus-Hotels, und -Immobilien investieren. Diese Nähe zu Russland und die derzeitige politisch brisante Situation sind zwei der Faktoren, welche die Bestrebungen Montenegros, der EU beizutreten, zumindest erschweren.

Alles in allem spricht dennoch ziemlich viel dafür, dass man sich durchaus Schlimmeres vorstellen kann, als in Montenegro zu leben. Wäre da nicht dieses Klima, für das man auf Dauer einfach geschaffen sein muss. Ein paar Dinge, die ihr in Montenegro unbedingt dabei haben solltet:

  1. Kleingeld: In Montenegro ist Euro die Währung, aber die Montenegriner haben nicht viel Lust auf Cent-Geklimper. Beträge werden fast überall grundsätzlich auf, oder abgerundet, damit niemand mit Münzen unterhalb der 50-Cent-Grenze zahlen muss. Das alleine ist ja nachvollziehbar, aber: Wechselgeld ist immer Mangelware, daher bloß nicht zu viele (oder gar ausschließlich) große Scheine dabei haben!
  2. Insektenspray: Anders als am “offenen” Meer gibt es in den von Bergketten umgebenen Buchten von Montenegro gefühlt tausend Mal mehr Stechmücken, die vor allem nachts zuschlagen. Wenn man also nicht gerade gepunktet aufwachen möchte, Insektenspray einpacken!
  3. Viel Geduld: Der Sage nach glauben die Montenegriner, dass der Mensch müde erschaffen wurde und der Sinn des Lebens das ausgiebige entspannen sei. Viele Einheimische nehmen das ziemlich wörtlich: Da wartet man gut und gerne eine halbe Stunde auf den Kellner und bei verabredeten Terminen ist eine Stunde Verspätung völlig normal. Etwas ungewohnt für den kleinen deutschen Spießer in uns, aber damit kommt man klar. Wichtig: Geduld haben.
  4. Wenn Ihr mit dem Auto in Montenegro seid (was man durchaus empfehlen kann), dann einen einigermaßen sicheren Fahrer: Montenegros Küstenstraßen sind wesentlich schöner als die, zumeist durch das Gebirge verlaufenden, Autobahnen. Aber auch anspruchsvoller. Die Straße zwischen Tivat und Kotor beispielsweise verläuft durch einige kleine Ortschaften auf 15 Kilometern einspurig. Ja, einspurig. Und nicht selten ohne irgendeine Form der Sicherung direkt am Meer. Nervenaufreibende Nachtfahrten durch zahllose Nadelöhre, vorbei an Reisebussen und selbstmörderischen Taxifahrern inklusive. Und überhaupt: So entspannt die Montenegriner im Alltag sind, auf der Straße werden sie wild, so wie die allermeisten Autofahrer der Welt.
  5. Ein waches Auge: Keine Ahnung ob es häufig vorkommt, aber ich habe mir an irgendeiner Stelle in Montenegro einen falschen 20€-Schein andrehen lassen. Diese “Blüten” scheinen seit 2007 vermehrt richtig schlecht nachgemachte Euro-Scheine aus Bulgarien Montenegro aufzutauchen. Wenn man da nicht aufpasst und sich große Scheine wechseln lässt, ist es schnell passiert (deswegen siehe Tipp Nr. 1!). Ärgerlich, aber naja. Wenigstens war es “nur” ein 20er. Mal ehrlich, wäre Euch der Unterschied direkt aufgefallen?20erfake

Trotz dieses zweifelhaften Mitbringsels war der Trip eine schöne Erfahrung in einem Land, dass so nah an Europa und doch irgendwie weit weg davon entfernt liegt. Zum Abschluss noch ein paar Instagram-Impressionen (man darf mir gerne folgen):

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Montenegro | Perast

Als letztes besuchten wir das beschauliche Örtchen Perast. Die Kleinstadt liegt, wie gefühlt alle Orte in der Gegend, an die steilen Hänge des Gebirges geschmiegt zwischen den Städten Kotor und Risan. Perast vereint einige angenehme Eigenschaften, hat es doch das mildeste Klima und die meisten jährlichen Sonnenstunden der Region. Weitere Besonderheiten sind die beiden vorgelagerten Inseln St. Georg (Sveti Đorđe) und St. Marien auf dem Felsen (Gospa od Škrpjela), die auf den beiden letzten Photos zu sehen sind.

Perast Montenegro
Perast Montenegro
Perast Montenegro

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Travel | We fell in love on the seaside.

Buch von Kotor, Montenegro

Unser letzter Tag in Montenegro ist angebrochen, die Koffer sind gepackt, die Seele baumelt noch einmal für einige Stunden im Meer und wie bei jedem Urlaub, jeder Reise, bei jedem Aufenthalt an einem fernen Ort, gilt vor allem eines: die Zeit vergeht wie im Flug.

Lange Autofahrten waren noch nie mein Ding. Ich bin leider nicht unbedingt der Typ “Roadtrip”, der sich einfach stundenlang in ein Auto setzen kann, um irgendwo anzukommen. Okay, ich kann mir zwar mir kaum etwas besseres vorstellen kann, als mit dem Auto durch Canada zu fahren, aber dabei geht es schließlich auch um den Weg als Ziel und nicht um das Ankommen an einem Ort. Jedenfalls wäre mir ein kurzer Flug nach Montenegro trotz Flugangst lieber gewesen als eine stundenlange Autofahrt. Ich fühle mich offensichtlich in keinem Transportmittel wirklich wohl und sicher, daher scheint es auch egal, worin ich mich nun fortbewege. In den letzten circa 200 Stunden hatten wir also alle genügend Zeit, uns von der langen Anreise zu erholen – was uns ganz eindeutig auch gelungen ist.

Zeit am Meer zu verbringen ist immer etwas ganz Besonderes. Auch wenn man nicht unbedingt der südländische Typ ist, wie wir es sind, ist ein Strandurlaub dennoch irgendwie die beste Art der Entspannung. Keine Hektik, keine nervige Türklingel, keine dringende Deadline, keine gestressten Kollegen, keine lauten Nachbarn und der einzige Termin, den es einzuhalten gilt, ist der zum Frühstück zwischen 08.00 und 11.00 Uhr. Nach genauerem Betrachten der vergangenen Tage wird klar: wir verlassen unseren ersten gemeinsamen “klassischen” Sommerurlaub mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Natürlich ist es schön, nicht selbst putzen zu müssen, rücksichtslos keinerlei Gedanken daran zu verschwenden, wie oft die Waschmaschine noch laufen muss bis zum Wochenende; es ist für die meisten Menschen großartig, den Frühstückstisch gedeckt vorzufinden und an das Abendessen keine weiteren Gedanken verschwenden zu müssen, als die kurze Qual der Wahl “Fisch oder Fleisch?”. Das Salzwasser zaubert uns Frauen die hübschesten Locken, die sich zart über unsere sonnengeküssten Schultern kräuseln – und das vollkommen ohne Chemie! Das Bett wird frisch bezogen, die Klimaanlage im Zimmer macht die gefühlten 80°C am Strand wieder gut und, ein angenehmer Nebeneffekt, das W-LAN funktioniert tatsächlich reibungslos. Und dann auch noch das süßeste Obst direkt vom Baum für einen Bruchteil des regulären Preises bei uns – wow! Dennoch setzt bei mir persönlich nach einigen Tagen ein nervöses Zucken in meinem linken Auge ein – das “weinende” Auge meldet sich.

Die Freundlichkeit und die Gelassenheit der Südländer wird plötzlich zur Geduldsprobe, das klebrige Salzwasser auf der Haut macht mich nervös, die uralte Kirche nebenan, die jeden Morgen genau drei Minuten vor dem Wecker läutet, lässt mich jeden Morgen vorsichtshalber ganze vier Minuten vor dem Wecker wach werden. Das Frühstück überfordert mich plötzlich, denn eigentlich denke ich nach dem Aufstehen zwar an eine intravenöse Kaffee-Ladung, aber doch nicht an die Zubereitungsart meiner Eier. Ich gehe normalerweise duschen, um das Haus in angenehmer Laune verlassen zu können, nicht um mich einer klebrigen Mischung aus Salzwasser und Schweiß entledigen zu müssen und trotzdem weiterhin durch pures Nichtstun zu schwitzen. Straßenkatzen machen mich traurig, denn ich vermisse meine Katzen; die Klimaanlage macht mich traurig, denn unsere Erdgeschoss-Wohnung im Prenzlauer Berg ist auch ohne eine solche immer in wunderbar nordische Temperaturen gehüllt; das glückliche Urlaubslächeln der hiesigen Touristen macht mich traurig, denn ich mag es direkt und grumpy – hach, Berlin.

Noch schöner ist dieses Jammern auf so hohem Niveau übrigens, wenn man zu zweit ist, die gleichen Ansichten teilt und jedes Gefühl miteinander durchmachen kann. Wenn man weiss, dass der andere das Zetern genauso wenig ernst meinen kann, wie man selbst. Die Sicherheit, dass der andere darauf eingeht und trotzdem zu 100% zu schätzen weiss, was gerade passiert. Zwiegespaltene Gesichtspartien hin oder her – es war ein wunderschöner Urlaub, wir fühlen uns absolut erholt und sind glücklich und froh, ein weiteres Stückchen der Erde gemeinsam erlebt haben zu dürfen. Es dürfen gerne noch viele weitere Urlaube im sonnigen Süden folgen, für die wir zwar nicht gemacht sind, die uns aber trotzdem das Herz einige Meter höher schlagen und uns immer wieder auf’s Neue ineinander verlieben lassen.