Review | Zola Jesus – Taiga

Zola Jesus Taiga Cover

Dieses Album ist auf jeden Fall eines: Das Spiegelbild einer rebellische Teenagerin, die trotz aller Bemühungen doch irgendwann einmal erwachsen wird. Sie labt sich hin und wieder an der Sehnsucht nach dem Gestern und ist zugleich so sehr im Hier und Jetzt verwurzelt. Zola Jesus, die eigentlich Nika Rosa Danilova heißt, ist auf ihrem vierten Longplayer kaum wiederzuerkennen, obwohl sie im Grunde so klingt, wie sie immer klingt. „Taiga“ ist jedoch mehr als nur der Nachfolger eines Vorgängers. Es ist ein Zeugnis persönlicher und musikalischer Reife.

Die heimliche Grande Dame des düsteren Synthie-Pop mit ihrem starken Hang zur Gothic-Kluft, die in Zeiten weinerlicher Melancholie à la Lana Del Rey eigentlich viel berühmter sein müsste, macht dieses Mal vieles anders. Weg ist die gnadenlose industrielle Lo-Fi-Kälte des Debüts „The Spoils“. Hinfort die wallende, zerreißende Traurigkeit der „Stridulum“-Ära. Die Zeit der Selbstfindung ist auf ihrem Höhepunkt, Zola Jesus’ Stil soll durch steten, wohlportionierten Wandel nun die Perfektion erreichen. Sie hat erkannt, dass sie ihr jugendlicher Faible für Dunkelheit und Mystik in eine kreative Weggabelung geführt hat. Entweder man bleibt im Schatten, oder man tritt aus ihm hervor ins Licht. Zola Jesus entschied sich für Letzteres. Flugs noch Label gewechselt (von Sacred Bones zu Mute) und mit Dean Hurley zum ersten Mal einen echten Produzenten geschnappt, schon ist man im sogenannten Mainstream eingetaucht. Nicht, dass das zwangsläufig eine schlechte Wendung ist. Zumal Nika selbst einmal zugab, dass die größere Beachtung in der Öffentlichkeit durch „Taiga“ ihr erklärtes Ziel sei.

„Taiga“ vereint zahlreiche Musikstile, die man bis dato nicht unbedingt mit Zola Jesus in Verbindung brachte. Der Titeltrack und sein Drum’n’Bass-Sound mit Breakbeat-Akzenten ist ein schönes Experiment und eröffnet das Genre-Kaleidoskop angemessen. Die nächste Station der „transsibirischen Eisenbahn“ durch die borealen Nadelwälder der menschlichen Seele bildet „Dangerous Days“, die Pop-Hymne und vorab nebst Video ausgekoppelte Single. Der elektronische Beat ist ganz nett, die Hook ein Ohrwurmkandidat. Alles in allem sehr, sehr unkompliziert und professionell. „Dust“ klingt annähernd wie ein Jesus’sches Cover irgendeines Fever-Ray-Titels. Aber auch nicht schlecht. Wesentlich wilder ist anschließend „Hunger“, für das sich die Amerikanerin nach eigener Aussage gesangstechnisch an Rihanna orientierte. Mag sein, dass das stimmt, wesentlich auffälliger sind allerdings der heftige Bass-Beat und die im Refrain etwas zu penetranten Streicher-Synthies. Es folgen einige mehr oder weniger mitreißende Kompositionen, die allesamt ihre Höhepunkte besitzen. Dean Hurley’s Produktion schleifte die Titel zu einem absolut markttauglichen Endprodukt, kristallklar aufgenommen und präzise abgemischt. Einerseits ist dieser keimfreie Sound fortschrittlich, andererseits mag man ab und zu die organischere Atmosphäre der früheren Werke (etwa des ersten „Stridulum“) vermissen.

Themen wie Natur oder Abgeschiedenheit, die Beziehung vom Menschen zu seiner Umgebung und die Erwartung des Unerwarteten (analog zur paradoxerweise sehr lebendigen, obwohl lebensfeindlichen Taiga) sind sehr prominent auf diesem Album. Natürlich mangelt es nirgends an emotionaler Theatralik, das kennt man ja von der Künstlerin. Doch nicht nur das, auch die zahllosen verspielten Melodien brennen sich schneller in die Zerebralmasse, als man Nika Rosa Danilova buchstabieren kann. Ein Album, das beides ist: Melancholisch und frohen Mutes. Es entstand in fast völliger Isolation auf einer abgeschiedenen Insel im Staate Washington. Doch klingt „Taiga“ nicht etwa trist oder menschenleer, sondern vielmehr nach einem stolzen, leidenschaftlichen Individuum, das sich aus der ewigen Einsamkeit erhebt, um kraftvoll in den Mittelpunkt zu treten. Die Metamorphose der Zola Jesus.

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Fundstück | Selbstbild / Fremdbild

Wir sind alle Menschen und haben unsere Problemzonen. Oder zumindest denken wir, dass wir welche haben, denn unsere Umwelt vermittelt uns genau das viel zu oft. Das folgende Video veranschaulicht einmal mehr, wie stark sich unsere Selbstwahrnehmung von der Wahrheit unterscheiden kann.

In einem Experiment wurden Freiwillige gebeten, einer fremden und durch einen Sichtschutz verborgenen Person ihr Aussehen zu beschreiben. Dabei wussten sie zunächst nicht, dass der Fragende mit den Informationen ein Portrait von ihnen zeichnete. Im zweiten Schritt des Experiments sollten die Personen jeweils eine andere am Versuch teilnehmende Person beschreiben, die ihnen im Vorfeld vorgestellt wurde. Die Ergebnisse wurden am Schluss gegenübergestellt und den Teilnehmern präsentiert. Diese direkte Konfrontation mit Selbstbild und Fremdbild führt verständlicherweise zu sehr emotionalen Reaktionen unter den Abgebildeten. Ein schönes Projekt, das gleichermaßen traurig wie rührend ist und sehr nachdenklich machen sollte.

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Projekt Schlafzimmer, Teil 1

Es ist an der Zeit, dass wir unser Schlafzimmer ein wenig umgestalten. Es ist problematisch, einen gesunden Schlafrythmus einzuhalten, wenn man ständig von Rückenschmerzen geplagt ist und Verspannungen einem jeden zweiten Tag zur Hölle machen. Demnach haben wir uns entschieden, unsere Schlafgrundlage zu erneuern. Ein neues Bett mit jeder Menge Stauraum hier, ein passendes Kopfteil inklusive Nachttisch dort und höherwertige Lattenroste und Matratzen noch dazu und fertig ist das neue Schlafzimmer. Entschieden, was wir nehmen wollen, haben wir bereits, mal schauen wann wir dazu kommen, die Fuhre zu bestellen. Am meisten freu ich mich schon auf die Umgestaltung des Raumes. Eigentlich finde ich die aktuelle Aufteilung ja schon ziemlich optimal, aber irgendwas lässt sich ja bekanntermaßen immer noch rausholen.

01 02

Bettwäsche (01, 02, 03) oder eine hübsche Tagesdecke kaufen war noch nie mein Problem, aber was Nachttischlampen angeht haben wir bisher irgendwie noch nicht das Richtige finden können. Ikea hat diesbezüglich irgendwie nur Quatsch oder teuren Quatsch zu bieten. Habt Ihr Tipps für Shops in denen es hübsche Nachttischlampen gibt? Vorzugsweise weiß und nicht zu teuer.

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On Stage | Sólstafir zu Gast in Berlin

Es ist einer dieser Tage, an denen kleine Träume wahr werden. An denen Bands, die so selten auf Tour gehen, dass es an ein Wunder grenzt, wenn man sie mal erleben darf, plötzlich in der Stadt sind. So ging es mir, als ich 2011 im zwischenzeitlich abgebrannten Festsaal Kreuzberg die japanischen Post-Hardcore-Rocker Envy sehen konnte. Acht Jahre hatte ich darauf gewartet. Sólstafir gehören ebenfalls zu diesem Club derjenigen Musiker, die sich auf solche Weise rar und dadurch sehr begehrt machen. Man darf durchaus noch nie etwas von Sólstafir gehört haben, auch wenn sie als einer der größten Exporte Islands gehandelt werden. Wer die eisige, melancholische Düsternis Islands gerne in musikalischer Form erleben möchte, aber neben Björk, Sigur Rós und Ólafur Arnalds auch gerne mal „etwas Härteres“ hätte, bitte sehr.

Seit rund 20 Jahren gibt es die ehemalige Viking-Metal-Band schon. Seit einigen spielen sie eine absolut einzigartige Mischung aus progressivem Psychedelic-Post-Rock mit gelegentlichem Metal-Einschlag und einem Hang zu pathos-geladener Theatralik (das ist positiv gemeint!). Besondere Alleinstellungsmerkmale sind neben der unverwechselbaren Stimme des Frontmannes Aðalbjörn Tryggvason heutztage vor allem auch die Cowboy-Outfits der Musiker. Sehr stilvoll und passend – obwohl ungewohnt. Mit ihrem aktuellen Album „Ótta“ (etwa „Ängste“) geht die Band aus Reykjavík gerade auf Tour durch Europa, an diesem Freitagabend war nun Berlin an der Reihe. Das K17 in Friedrichshain ist schon eine halbe Ewigkeit eine Institution in Sachen Metal, Hardcore, Gothic, Rock und allen anderen „dunkleren“ Musikrichtungen, und war restlos ausverkauft. Das allein ist schon ein Indiz dafür, dass Sólstafir eine große Anziehungskraft haben. Man muss den Leuten von Landstreicher Konzerte wirklich dankbar sein, dass sie diesen Abend in Berlin möglich gemacht haben.

Die erste Vorband des Events, Obsidian Kingdom aus Barcelona, eröffnete das Programm mit einem Mix aus experimentellem Black Metal, Industrial und viel Power. Sie selbst beschreiben ihren Stil so: „Hard-to-classify heavy sound with plenty of contrasts.“ Das trifft es auch ziemlich genau. Im Grunde klangen sie wie eine Schwester-Band von Sólstafir, eine noch abgedrehtere, wildere und brutalere Schwester. Passte perfekt!
Ganz im Gegenteil zur zweiten Vorband, der norwegischen Hardrock-Formation Sahg. Die Vier spielten zwar mit viel Leidenschaft, und man muss zugeben, dass erst sie die Gäste richtig „auftauen“ konnten. Allerdings sind Standard-Riffs, 4/4-Takte und übertrieben hohe Sängerstimmen nicht für jeden was.

Irgendwann nach der Umbaupause begann schließlich ein wummerndes Intro von Folk-Gesängen in isländischer Sprache, die Lichter verloschen und Nebel zog auf. Sólstafir betraten die Bühne wie geisterhafte Gestalten aus dem Nebel und eröffneten ihr Set mit einem der besten Songs ihres Repertoires: Köld. Und schon hier merkte man, dass es völlig egal ist, ob man auch nur ein Wort der Lyrics versteht, oder eben nicht. Mitsingen geht immer. Leider hatten die Gäste, die sich in die ersten zwei Reihen gekämpft hatten, nicht wirklich was davon. Denn der Sound vor der Bühne war zunächst so richtig schlecht, man hörte erst einmal nur Drums und Gesang. Das besserte sich dann aber mit der Zeit zum Glück. Anschließend spielten sie ungefähr die halbe neue Scheibe „Ótta“ durch, während die Hitze in der Halle kontinuierlich unerträglicher wurde. Kein Wunder, bei gefühlten 500 Menschen und keiner erkennbaren Lüftung.

Solstafir K17

Sänger Aðalbjörn Tryggvason moderierte auf seine verrückt-sympathische Art durchs Programm, wobei er hin und wieder etwas wirr wirkte. In seinem Cowboy-Outfit inklusive Schlangenleder-Boots befragte er das Publikum danach, wer denn schon mal in Island gewesen sei. Dann fügte er hinzu, dass es dort eigentlich so gar nichts zu sehen gebe, außer jeder Menge schwarzen Sands. Eine gelungenere Überleitung zum gleichnamigen finalen Stück „Svartir Sandar“ kann es kaum geben. Mit letzter Kraft gaben auch die Zuschauer noch einmal alles und schrien sich die Kehlen wund. Die Zugabe erfüllte einmal mehr die Erwartung, denn mit „Fjara“ spielten die Isländer ein weiteres ihrer Meisterstücke, auf das insgeheim jeder anwesende gehofft hatte. Mit „Goddess Of The Ages“, dem einzigen englischsprachigen Titel des Abends, schlossen Sólstafir dann das Set ab, nass geschwitzt und sichtlich zufrieden, genau wie die Fans.

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Spotlight | Just Travelous

Yvonne führt mit Just Travelous unseren ganz persönlichen Lieblings-Reiseblog. Sie ist in Baden-Württemberg geboren – dafür kann sie aber nichts – und entschied sich letztendlich, die mehr oder minder ruhigen Minuten zwischen ihren Reisen in ihrer vorläufigen Wahlheimat Berlin zu verbringen. Als freiberufliche Reise-Redakteurin schafft Yvonne es mit ihren Photos, Berichten ihren Instagram-Impressionen und Tweets, jedes Reiseziel reisenswert erscheinen zu lassen. Ihr habt trostlose Vorstellungen von Niedersachsen, fragt Euch, was an Polen bitte cool sein kann und Jordanien stand nie auf Eurer To-Do-List? Ging uns ähnlich.

Just Travelous inspiriert und lädt einfach zum Träumen ein, außerdem verstärkt der Blog die Vorfreude auf die nächste Reise immens. So, genug geschwärmt. Um es mit Yvonnes Worten zu sagen: Good girls go to heaven. Bad girls go everywhere. Be travelous & go everywhere! Follow me!

bagan and me

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Just Travelous - Schottland

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Das “B” in Berlin steht für Burger.

Wahrscheinlich ist nichts schwieriger, als eine Gruppe von Menschen mit einem einzigen Burger gleichermaßen zufriedenzustellen. Jeder hat andere Ansprüche – der eine mag es grün, der andere scharf, der nächste roh und der Veganer vegan. Berlin hat burgertechnisch wirklich allerhand zu bieten. Wer hier herzieht und sich durch die verschiedenen Angebote schlemmt, der wechselt seinen Lieblings-Burger wahrscheinlich so oft wie seine Unterwäsche. Berlin strotzt nur so an großartigen Burger-Läden. Einer besser als der andere, die meisten absolut individuell und wirklich für jeden ist etwas dabei.

Dieses coole Fundstück zeigt Berlins Burgerläden auf einer U-Bahn-Karte, sodass man sie im Zweifel ganz einfach abfahren und abhaken kann. Steht ganz oben auf unserer To-Do-List! Eine coole Idee von Lara Kleiner, die wir Euch nicht vorenthalten möchten:

BurgerMap Berlin

Download | Quelle: Burger City Guide

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Review | The Salvation

Wir sind zwar nicht unbedingt Western-Fans, aber durchaus Fans von Mads Mikkelsen. Und das nicht erst seit der amerikanischen TV-Serie “Hannibal“. Daher war Kristian Levrings moderner Western “The Salvation” für uns auch ein Pflichtbesuch im Kino, der sich allerdings nur teilweise gelohnt hat.

salvation

Amerika in den 1870er Jahren. Der ehemalige Soldat und Exil-Däne Jon (Mads Mikkelsen) hat sich in den Staaten eine neue Existenz aufgebaut. Sieben Jahre später holt er nun seine Familie nach. Doch kaum sind die drei via Kutsche unterwegs zu Jons Haus, da spielen sich schon dramatische Szenen ab. Schließlich werden Jons Frau und Sohn von üblen Ganoven ermordet, woraufhin sich Jon der Mörder annimmt. Leider ist einer von ihnen der Bruder des lokalen Ober-Bösewichts Delarue (Jeffrey Dean Morgan), welcher mit seinen Schergen die ganze Stadt terrorisiert. Er wiederum ist darüber natürlich nicht erfreut und macht Jagd auf Jon, bevor dieser den Spieß umdreht und in Delarues Lager mit Waffengewalt wütet. Doch in der zweiten Hälfte des Films wandelt sich die stille Madelaine (Eva Green) zur eigentlichen Hauptfigur. Ihre Geschichte von Gewalt und Misshandlung steht plötzlich immer mehr im Vordergrund und lässt Jons “Salvation” zur Nebensache werden. Die Schauspielerische Leistung dieser beiden Hauptcharaktere ist trotz kaum vorhandener Dialoge hervorragend, besonders durch eindringliche Mimik.

“The Salvation” ist ein klassischer Rachefeldzug, der gleichermaßen blutig wie vorhersehbar ist. Regisseur Kristian Levring, neben Lars von Trier Mitglied des puristischen Dogma-95-Zirkels, verbindet in “The Salvation” im Grunde alle für einen Western nötigen Stilelemente. Zum einen den introvertierten Protagonisten Jon, der sich als einsamer ehemaliger Soldat jetzt nur noch nach Frieden sehnt. Zum anderen das Setting, eine Stadt im Wilden Westen, die von Schurken in Angst und Schrecken versetzt wird, sich jedoch nicht dagegen wehren kann. Dann die ruhige Erzählweise, die trotz aller Gewaltexzesse stets minimalistisch bleibt.  Und als letztes die zahlreichen typischen Bilder: Nahaufnahmen der Protagonisten und für das Widescreen-Kino gemachte Landschaftsansichten. Dazu am Ende der berühmte Ritt des Helden “gen Sonnenuntergang” mit Anspielungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte, hier in Form von Öl-Bohrtürmen, die wie Unkraut aus dem Boden sprießen. Besonders letzteres Stilmittel kennt man vor allem aus Sergio Leones “Once Upon A Time In The West” (“Spiel mir das Lied vom Tod”), wo Charles Bronson in den berühmten Sonnenuntergang entschwindet, während im Vordergrund Arbeiter Bahngleise verlegen – ein klarer Hinweis auf das absehbare Ende des “Wilden Westens”.

All diese Dinge gehören natürlich in einen ordentlichen Western, vor allem wenn man diesem längst für tot gehaltenen Genre neues Leben einhauchen möchte. Die deutsch-österreichische Koproduktion “Das Finsteren Tal hat das in diesem Jahr auch schon versucht. Allerdings weniger nach bekanntem Schema, sondern sehr progressiv, was allein schon der eher Western-untypische Handlungsort verrät: Die Alpen. Ein paar Kleinigkeiten stören allerdings in “The Salvation”. Sei es der relativ schlecht computeranimierte Regenschauer während des Showdowns oder die noch schlechter animierten Öl-Bohrtürme in der Endsequenz. Oder die unlogische Tatsache, dass Jon und Madelaine, nachdem sie Delarues Lager voller Geld und Vorräte von Bösewichten befreit haben, ohne jegliches Gepäck in den hinfort reiten.
Zusammengefasst wirkt der Film an vielen Stellen ein bisschen zu…naja…langweilig. Schauspieler und die generelle Optik des Films sind super, doch irgendetwas Undefinierbares fehlt einfach. Vielleicht etwas, das den Film irgendwie in Erinnerung bleiben lässt.

“The Salvation” feierte bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere. Dort kam der Film auch ganz gut an, so wie wahrscheinlich bei vielen Western-Fans, gerade weil er viel Bekanntes und Bewährtes enthält. Die anderen Zuschauer müssen sich hingegen zumindest darauf einstellen, dass sie auch enttäuscht werden könnten. So kann man den Film an dieser Stelle mit höchstens 6 von 10 Colts bewerten. Leider.

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Weiße Wände vs. Fotoleinwand

Seit wir Ende 2013 umgezogen sind, ist es an unseren Wänden noch recht kahl. Zugegeben, wir mögen es so eigentlich sehr gern und waren mit den verschiedenen Möglichkeiten bislang auch einfach nicht ganz zufrieden. Hinzu kommt, dass wir in unserer vorherigen Wohnung viele Bilder und gerahmte Photos an den Wänden hatten und die Wände auch insgesamt etwas höher waren. Wir haben sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung wirklich schon oft daran gedacht, das ein oder andere Photo auf Leinwand an unseren Wänden anzubringen. Wir haben oft Preise verglichen und waren doch immer hin und her gerissen, weil wir dem Preis-Leistungsverhältnis einfach nicht ganz über den Weg getraut haben. Und wenn man schon ein bisschen mehr Geld investieren soll und möchte, damit es auch wirklich ein richtiger Blickfang wird, dann muss man sich natürlich auch wirklich sicher sein.

Wir konnten unser vor Kurzem kaum fassen, als sich herausstellte, dass Pixum gerne eine Kooperation mit uns eingehen würde. Wir waren uns nach kurzer Rücksprache sicher, dass das Thema “Fotoleinwand” auf jeden Fall passend wäre. Passend zu unserem Blog und passend zu dem, was uns persönlich interessiert.
Da wir sonst absolut nichts an den Wänden haben und für uns nur der Platz über dem Bett in Frage kam, war schnell klar, dass die Leinwand eine ordentliche und unübersehbare Größe haben sollte. Passenderweise haben wir vor wenigen Wochen im Grunewald ein neues Lieblings-Pärchenphoto schießen können. Und weil wir einfach so unglaublich verliebt sind und unsere Liebe mit allen, die unser Schlafzimmer betreten, teilen möchten (…), haben wir uns kurzerhand einfach selbst übers Bett gehangen.

Pixum Fotoleinwand

Pixum Fotoleinwand
Pixum Fotoleinwand

Die Fotoleinwand misst 160cm x 120cm, die Qualität ist wirklich super und der Rahmen ist absolut stabil. Einziges kleines Manko: die Stabilisierung auf der Rückseite könnte etwas verstärkter ausfallen. Durch die Größe der Leinwand reichen die beiden Querstreben auf Dauer vielleicht nicht unbedingt aus. Der Druck an sich ist allerdings richtig gut und scharf geworfen, die Farben sind genau so wie in unserer hochgeladenen Original-Datei. Hier wurde wirklich an alles gedacht: Es werden zusätzlich einige Holzbolzen mitgeliefert, durch die das Nachspannen der Leinwand nach einiger Zeit ebenfalls kein Problem darstellen sollte. Demnach sind wir wirklich positiv überrascht und ich könnte mir durchaus vorstellen, in Zukunft weitere kleinere Leinwände zum Beispiel in unserem Flur oder über dem Sofa anzubringen.

Auch was Weihnachtsgeschenke angeht, kann ich Euch Pixum wirklich nur wärmstens empfehlen. Ein Klassiker, den ich in den letzten Jahren schon oft und gerne verschenkt habe, ist übrigens der Foto-Wandkalender in den verschiedensten Formen. Und eine tolle Alternative, die ich gerade erst entdeckt habe: der Foto-Adventskalender – mir fällt gerade niemand ein, dem ich damit eine Freude machen könnte, aber Euch vielleicht..?

An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an Pixum für die Unterstützung, den reibungslosen Ablauf, die schnelle Lieferung und den freundlichen Kontakt.

 

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On Stage | Alcest & Opeth live in Berlin

Quelle: www.opeth.com - Man achte auf die Bitburger-Gläser!

Quelle: www.opeth.com – Man achte auf die Bitburger-Gläser!

Nach fast 10 Jahren habe ich es dann dank der großartigen Leute von Trinity Music mal endlich wieder geschafft, meine Lieblings-Schweden von Opeth live zu sehen. Damals in Köln, heute in Berlin-Neukölln. Mit dabei war die französische Shoegaze-Band Alcest, die ich Anfang des Jahres schon mal im Lido sah und mit deren Schlagzeuger Jean ich mich bei dieser Gelegenheit sehr nett unterhalten habe.

alcestDie Straße vor der Location mit dem bedeutungsschwangeren Namen Huxley’s Neue Welt war an diesem Abend dermaßen vollgepackt mit in Schwarz gekleideten Fans, dass das sonst so bunte Neukölln kaum wieder zu erkennen war. Wo sonst die grellen Lichter der Spielotheken und Spätis blinken, sammelte sich heute hauptsächlich ein gutmütiger schwarzer Block, der ungeduldig die Minutenzeiger der Uhren beobachtete. Um 19 Uhr gewährte das Huxley’s Eintritt, und die wenigen Stufen zur in der ersten Etage gelegenen Konzerthalle nahmen sich wie im Flug. Doch erst eine Stunde später sollten Alcest den Abend eröffnen. Die 45 Minuten ihres Sets füllten die ehemaligen Black Metaller vor allem mit einer Auswahl von wohlig-warmen Shoegaze-Balladen des aktuellen Albums „Shelter“, welche wie Öl die Ohren verwöhnten. Nach dem zu erwartenden Opener „Opale“ waren jedoch auch ältere und damit härtere Stücke wie „Les Iris“ oder „Percées de lumière“ dabei, herrlich. Die Zeit verging dank der sphärischen Klänge tatsächlich unglaublich schnell, sodass man das Ende des Auftritts gar nicht wirklich bemerkte, bevor alle Bandmitglieder die Bretter verlassen hatten.

Und dann hatte das Warten ein Ende. Mehr als 1.500 Menschen drängten sich in alle Ecken und Enden der Location, als der charismatische Opeth-Kopf Mikael Åkerfeldt mit seinen Mannen die Bühne betrat. Sichtlich erschlankt und äußerst relaxed wirkte er, der seinen starken Faible für progressiven Vintage-Rock nicht mehr nur in Opeth’s Musik, sondern auch in seinen Outfits auslebt. So stand er da, mit schulterlangem wirrem Haar, Schlaghose sowie bemerkenswert undezenter Gürtelschnalle und ließ es sich nicht nehmen, drei Lieder lang mit der Begrüßung zu warten. Und drei Titel, das heißt bei Opeth schnell mal 30 Minuten und mehr. Beginnend mit „Eternal Rains Will Come“ vom aktuellen Longplayer „Pale Communion“ verzauberten Opeth den Saal von der ersten Sekunde an.


Im Vorfeld hatte Åkerfeldt in einem Interview schon angekündigt, bei der Zusammenstellung der diesjährigen Setlist etwas für Fans der „alten Sachen“ tun zu wollen. Die Auswahl des Abends war demzufolge nahezu perfekt, setzte sie sich immerhin aus Titeln fast aller Alben der knapp 25-jährigen Bandgeschichte zusammen. Da waren „Bleak“, „The Moor“, „April Ethereal“ und das jazzige „Windowpane“ nur einige der Höhepunkte. Es knallte und krachte an allen Ecken, bis die für Opeth typischen melodischen Instrumental-Passagen wieder etwas Frieden einkehren ließen, nur um dann wieder in dramatische Metal-Explosionen zu münden. Musikalisch war also alles perfekt. Åkerfeldts sympathische Art, mit dem Publikum zu kommunizieren, macht solche Konzerte obendrein zu einem einzigartigen Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Opeth klingen live im Grunde exakt wie auf Vinyl oder CD. Der Sound war derart brillant, dass man den Tonleuten nur anerkennend zunicken kann. Das große Aber: Leider war im mittleren Bereich vor der Bühne von den hohen Gesängen zu wenig und von den tiefen Growls fast gar nichts zu hören. Wer die Lieder auswendig kennt, konnte immerhin an den Mundbewegungen des Sängers die Texte erahnen.

opethMan merkte den Bandmitgliedern an, dass sie Spaß am „Krach machen“ haben. Kein Wunder nach unzähligen Touren und Konzerten mit den neueren Alben wie „Heritage“ oder eben „Pale Communion“ (hier unser Review der Platte), die so gar nichts mehr mit Metal zu tun haben. Eine dringend benötigte Zeitreise zu den Ursprüngen der Band, wie sie an diesem Abend in Neukölln statt fand, tat allen gut, der Band und den Gästen. Nach zweieinhalb Stunden, als der Abschluss-Titel „Deliverance“ bereits verklungen war, drängte sich die zufriedene schwarze Meute schließlich wieder aus der Halle und zerstreute sich leise in der kühlen Nacht.

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Unsere Arbeit auf der REKLIM-Konferenz

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In den letzten Wochen war es etwas ruhig hier. Der Grund dafür ist, dass wir kürzlich an der REKLIM-Konferenz teilgenommen haben. Diese internationale Klimakonferenz der Helmholtz-Gesellschaft fand in den Tagungsräumen der Auferstehungskirche in Friedrichshain statt. Was wir damit zu tun haben? Unsere Uni hatte einen großen Redaktionsraum eingerichtet, von dem aus Studenten verschiedener Studiengänge im Rahmen des REKLIM-Medienprojekts die Dokumentation in Form von Fotos, Videos und Blog-Einträgen übernahmen.

Wir waren dort für die Konferenztage als Chefredakteurin und Redakteur/Fotograf eingesetzt, was echt eine Menge Arbeit in Form von 12-Stunden-Tagen war, aber auch viel Spaß gemacht hat. Ein paar fotografische Eindrücke meinerseits gibt es hier, eine Sammlung aller Fotos und Videos hier. Als eine von drei Chefredakteuren bestand Maras Aufgabe hauptsächlich darin, Aufgaben zu verteilen und alle Artikel, Fotos und Videos online zu stellen ohne sich dabei aus dem Konzept bringen zu lassen.

Die vielfältigen fachbereichsübergreifenden Vorträge waren nach dem Motto “Von Wissenschaftlern für Wissenschaftler” oft eher schwierig zu verstehen, aber die Message wurde klar: Der Klimawandel kommt, und zwar sehr schnell und das ist sehr schlimm. Der Konferenzblog wurde mit über 90 Artikeln und Videos befüllt und hofft auch nach der Konferenz noch auf zahlreiche Kommentare. Auch im Nachhinein werden von Zeit zu Zweit noch weitere Inhalte folgen.

Schaut doch einfach mal vorbei: www.reklim-medienprojekt.de/blog

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